Rhein-Sieg Piraten protestieren in Siegburg gegen Überwachung in RSVG Bussen

no_spy_demo_siegburgDie Piraten Rhein-Sieg halten die geplanten Überwachungskameras in Bussen der RSVG nicht für eine zielführende Lösung und haben am Samstag vor dem Busbahnhof in Siegburg dagegen protestiert.

„Kameraüberwachung wird immer wieder als Allheilmittel für mehr Sicherheit angepriesen. Dabei zeigen unterschiedliche Studien und Erfahrungen in anderen Städten, dass genau dies nicht erreicht wird. Kameras sind ein reaktives Mittel und verhindern keine Straftaten, was die Übergriffe der letzten Jahre in Köln und Berlin eindrucksvoll beweisen. Es wird wieder nur Symptomaktionismus gezeigt, statt die eigentlichen Gründe anzugehen.“, führt Martin Zieroth, 1. Vorsitzender der Piratenpartei Rhein-Sieg, aus und fügt hinzu, „Mit unserer No-Spy Protestaktion am Busbahnhof in Siegburg wollen wir ein Zeichen gegen den Überwachungswahn und die zunehmende Kontrolle der Bürger im öffentlichen Raum setzen. Sicherheit wird nicht durch Überwachung geschaffen, dass sollten Politik und Unternehmen endlich begreifen.“ [2]

Die Piraten Rhein-Sieg stellen bei 7-10 Fällen der Eskalationen in den Bussen pro Jahr bei 30 Millionen jährlichen Fahrgästen den Kosten/Nutzen-Effekt der geplanten Investition von 940.000 € in Frage. Eine Verbesserung der Sicherheit erreicht man eher durch den Einsatz von in Deeskalationstechniken geschultem Begleitpersonal. Mit dem benannten Budget sollte die Schaffung von Arbeitsplätzen in ausreichender Zahl leicht realisierbar sein.

Quellen:
[1] http://www.ksta.de/aus-dem-kreis/linienbusse-im-rhein-sieg-kreis-kameras-wachen-ueber-fahrgaeste,16365188,26610840.html
[2] https://cloud.piratenpartei-rhein-sieg.de/public.php?service=files&t=3657e3a546aad229a94b3111b4236085


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